{"id":596,"date":"2016-12-19T13:45:51","date_gmt":"2016-12-19T12:45:51","guid":{"rendered":"http:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/?p=596"},"modified":"2017-10-07T13:46:42","modified_gmt":"2017-10-07T12:46:42","slug":"musikverein-uelsen-begeistert-in-emlichheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/2016\/12\/19\/musikverein-uelsen-begeistert-in-emlichheim\/","title":{"rendered":"Musikverein Uelsen begeistert in Emlichheim"},"content":{"rendered":"<h2>Musikverein Uelsen begeistert in Emlichheim<\/h2>\n<p><b>Neben den weihnachtlichen Kl\u00e4ngen gab es auch Lieder, die nachdenklich stimmten. Tenor Tobias Klomp setzte deutliche Akzente. Zwei m\u00e4rchenhafte Geschichten las au\u00dferdem die Neuenhauser Erz\u00e4hlerin Heike Koschnicke vor.<\/b><\/p>\n<p><i>Von Marcus Pfeifer<\/i><\/p>\n<p>Emlichheim. Das Weihnachtsfest kann kommen. Vor einer treuen Fangemeinde von gut 800 Zuschauern spielte die Big Band des Musikvereins Uelsen unter der Leitung von Helga Hoogland am Sonnabend zu ihrem allj\u00e4hrlichen traditionellen Weihnachtskonzert auf. Als Veranstaltungsort hatte man wieder einmal die Altreformierte Kirche in Emlichheim gew\u00e4hlt, unter dessen verhalten in Pink erstrahlendem Lichtdom sich der Zuschauer in einer Zeit, in der so mancher sich eher von Weihnachtsstress geplagt f\u00fchlt, in eine beschauliche Festtagstimmung versetzen lassen konnte. Neben der Big Band selbst traten der Tenor Tobias Klomp unter Begleitung des Pianisten Lukas Saalfrank sowie die M\u00e4rchenerz\u00e4hlerin Heike Koschnicke auf. <\/p>\n<p>Die Vorbereitung war zwar nur kurz, dennoch war das Arragement genau einstudiert und gelungen zusammengestellt. Auf ganz unterschiedliche Art widmete sich die etwa 70-k\u00f6pfige Big Band dem Thema Weihnacht, einer zumindest in der Fantasie existierenden verzauberten Winterwunderwelt oder was stimmungsm\u00e4\u00dfig ansonsten gut in das abwechslungsreiche Programm passte.<\/p>\n<p>Dass eine Big Band wie diese nicht nur die allerbesinnlichsten und zartesten T\u00f6ne anstimmen kann, versteht sich von selbst. So endete der Auftakt der Veranstaltung, die Pr\u00e4sentation des beschwingten St\u00fccks \u201eZeichen der Liebe\u201c aus der Feder des Disney-Komponisten Alan Menken, bereits mit einem fanfarenartigen Schlussakzent. Dezidiert weihnachtlichen Sujets widmete sich der Verein etwa mit Titeln wie \u201eStern von Bethlehem\u201c, \u201eWhat child is this?\u201c, einem modernen Arrangement des Bachschen Chorals \u201eWie sch\u00f6n leuchtet der Morgenstern\u201c oder \u201eTochter Zion\u201c, bei dem traditionell das Publikum mitzusingen aufgefordert wurde und dies auch lautstark tat.<\/p>\n<p>Von einer winterlichen Weihnacht konnte man bei einem Titel aus der \u201eEisk\u00f6nigin\u201c tr\u00e4umen. Keinerlei Schaden nahm auch die Atmosph\u00e4re, als man etwa eine besonders sinnlich swingende instrumentelle Interpretation des Beatles-Klassikers \u201eSomething\u201c oder ein St\u00fcck aus Walt Disney\u2019s \u201eBambi II\u201c anstimmte. <\/p>\n<p>Deutliche Akzente im abendlichen Programm setzte des Weiteren der Tenor Tobias Klomp \u2013 am Klavier begleitet von seinem Kommilitonen Lukas Saalfrank \u2013 mit etwa einem halben Dutzend Titeln, die sich auf ihre Art ganz unterschiedlich mit dem Thema des Abends auseinandersetzten. So stimmte er mit einer geradezu heldentenorartigen Stimme die klassischen englischen Weihnachtslieder \u201eOh Holy Night\u201c und \u201eHark the Herald Angels Sing\u201c sowie \u201eAmazing Grace\u201c an, eines der weltweit wohl bekanntesten geistlichen Lieder in englischer Sprache.<\/p>\n<p>Mit deutlicher zynischer Ironie verulkte ein anderes Lied den ganzen Trubel um das Weihnachtsfest, z\u00e4hlte anschaulich alle damit verbundenen Stressmomente auf, sodass von Besinnlichkeit eigentlich erst wieder nach Ende des Weihnachtsfestes zu sprechen sei. Noch deutlich kritischer war die Botschaft des nicht nur auf die Weihnachtszeit bezogenen Songs \u201eDie unstillbare Gier\u201c aus dem Musical \u201eTanz der Vampire\u201c zu verstehen, in dem auch im R\u00fcckgriff auf die Geschichte die Habsucht eindrucksvoll als eine f\u00fcr die gesamte menschliche Zivilisation katastrophale Untugend gebrandmarkt wird, die letztlich die Welt in einen Abgrund f\u00fchren k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Mit zwei zum Nachdenken anregenden m\u00e4rchenhaften Geschichten rundete die Neuenhauser Geschichtenerz\u00e4hlerin Heike Koschnicke das abendliche Programm ab. Die eine handelte von der uralten Eva, wie sie selbst an der Krippe Jesu erscheint, die andere von einem gewitzten Juden, der von einem st\u00e4ndig anonym bei ihm erscheinenden K\u00f6nig drangsaliert wird, indem letzterer den Juden immer wieder dazu zwingt, seinen Beruf zu wechseln. Mit Dankesworten an die Solisten, auch an den Hauspianisten des Vereins Gabor Klink Spekker, und nat\u00fcrlich an die unerm\u00fcdlich wirkende Leiterin des Musikvereins Helga Hoogland endete die Show dann nach gut zwei Stunden, allerdings nicht ohne die eine oder andere Zugabe und nat\u00fcrlich das obligatorische, gemeinsam mit dem Publikum angestimmte Weihnachtslied \u201eO du fr\u00f6hliche\u201c. <\/p>\n<p>Grafschafter Nachrichten &#8211; 19.12.2016<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musikverein Uelsen begeistert in Emlichheim Neben den weihnachtlichen Kl\u00e4ngen gab es auch Lieder, die nachdenklich stimmten. Tenor Tobias Klomp setzte deutliche Akzente. Zwei m\u00e4rchenhafte Geschichten las au\u00dferdem die Neuenhauser Erz\u00e4hlerin Heike Koschnicke vor. Von Marcus Pfeifer Emlichheim. Das Weihnachtsfest kann kommen. 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