{"id":332,"date":"2003-12-24T11:33:27","date_gmt":"2003-12-24T10:33:27","guid":{"rendered":"http:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/?p=332"},"modified":"2016-02-01T11:33:59","modified_gmt":"2016-02-01T10:33:59","slug":"weisse-und-schwarze-weihnachtsmusik-in-uelsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/2003\/12\/24\/weisse-und-schwarze-weihnachtsmusik-in-uelsen\/","title":{"rendered":"Wei\u00dfe und schwarze Weihnachtsmusik in Uelsen"},"content":{"rendered":"<div id=\"pressetext\">\n<div id=\"NewsPostDetailContent\">\n<h2>Wei\u00dfe und schwarze Weihnachtsmusik in Uelsen<\/h2>\n<h4>Hunderte Besucher erleben Musikverein und den Tostedt Community Gospel Choir<\/h4>\n<p>von J\u00f6rg Leune<\/p>\n<p>Uelsen \u2013 Seit zehn Jahren gibt es in der reformierten Kirche in Uelsen am Vorabend des vierten Advent das Weihnachtskonzert des Musikvereins. Und diese Tradition wird vom Publikum besonders gut angenommen. Schon eine halbe Stunde vor Beginn des Konzerts gab es in der gro\u00dfen Kirche kaum noch einen Platz mit Sichtverbindung zum Chorraum.<\/p>\n<p>In diesem Jahr hatte das Weihnachtskonzert zwei ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Den Chorraum f\u00fcllte das Orchester des Musikvereins mit seinen Holzbl\u00e4sern, Blechbl\u00e4sern und Perkussionisten. Helga Hoogland hatte ein anspruchsvolles Programm mit symphonischer Bl\u00e4sermusik einstudiert. Diese Musik speist sich \u00fcberwiegend aus dem angels\u00e4chsischem Raum. So waren Weihnachtsmelodien wie \u201eJingle Bells\u201c, \u201eRudolph the Rednoised Reindeer\u201c und Christmas Carols in kunstvollen Arrangements zu h\u00f6ren, die durchweg gekonnt und klanglich differenziert vorgetragen wurden.<\/p>\n<p>Aber man sp\u00fcrte doch an dem etwas zur\u00fcckhaltenden Beifall, dass den meisten Zuh\u00f6rern diese Musik ein wenig fremd blieb. Weihnachten hat in den USA einen anderen Stellenwert und dementsprechend andere Traditionen als in Deutschland. Dazwischen erklang die wundersch\u00f6ne Melodie des Adagio von Albinoni, die jedoch durch Jacob de Haans aufgef\u00e4chertes Arrangement nicht an Eindringlichkeit gewann.<\/p>\n<p>Dennoch war der Vortrag des Orchesters wieder ein Beweis f\u00fcr die gr\u00fcndliche Probenarbeit Helga Hooglands und die treffliche Umsetzung des Erprobten durch die \u00fcberwiegend jugendlichen Instrumentalisten. Und als zum Schluss des Programms Sarah Bouwers ihre Fl\u00f6te weglegte, das Mikrofon in die Hand nahm und vom Orchester begleitet den Weihnachtsoldie \u201eHave yourself a merry little Christmas\u201c interpretierte und dabei weder Perry Como noch Frank Sinatra, Ella Fitzgerald oder Diana Krall wesentlich nachstand, da geriet das Publikum schier aus dem H\u00e4uschen.<\/p>\n<p>Seinen besonderen Kick erhielt das diesj\u00e4hrige Weihnachtskonzert durch die Teilnahme des Tostedt Community Gospel Choir aus der Nordheide. Schon sein Einzug in die Kirche war eindrucksvoll genug. Zur Keyboardbegleitung beschr\u00e4nkten sich alle S\u00e4nger darauf zu schnipsen, ehe sie auf dem Podium unter der Kanzel Aufstellung nahmen. Die gut 20 Chormitglieder sind einheitlich in rote Roben mit einem wei\u00df ges\u00e4umten Skapulier gekleidet. Und ihr Gospelgesang ist von einer unerh\u00f6rten Eindringlichkeit und Lebendigkeit. Denn sie singen mit dem ganzen K\u00f6rper.<\/p>\n<p>Dieses \u201eRocking\u201c verleiht ihren Liedern ebenso viel Nachdruck wie die Lebendigkeit ihres Dirigenten Christopher Asafo-Agyei, der mit dem Mikrofon in der Hand vor dem Chor tanzt, durch die Reihen wandert und die Zuh\u00f6rer predigend animiert. Es sind keine Weihnachtslieder, die der Gospelchor vortr\u00e4gt. Es sind die alten Gospel-Classics wie \u201eHe\u2019s got the whole World in his Hands\u201c, \u201cHey Man\u201d und viele andere. Aber sie alle haben die gemeinsame Botschaft \u201cEuch ist heute der Heiland geboren\u201d, und deshalb sind sie eben doch Weihnachtslieder.<\/p>\n<p>Obwohl der Chor nicht wie bei seinen Sonstigen Auftritten von seiner Band begleitet wird, sondern nur von Bettina von Bracken am Keyboard, die sich mit dem Chorleiter im Gesang abwechselt, swingt und rockt die Musik so sch\u00f6n wie nur denkbar. Auch dies ist wie die S\u00e4tze des Musikvereins Amerikanische Musik, aber nicht die s\u00e4kularisierter weiser angels\u00e4chsischer Protestanten sondern sie engagierter schwarzer Gl\u00e4ubiger.<\/p>\n<p>Dabei sind fast alle Chormitglieder wei\u00dfe Niedersachsen; aber man merkt: Ihnen ist ihre Sache genauso Ernst wie ihren schwarzen Vorbildern. Am Schluss Angela Fli\u00df als Solistin vor dem Chor ebenso eindrucksvoll wie vorher Sarah Bouwers. Der Unterschied ist aber: Angela Fli\u00df und ihre Mits\u00e4nger geben ihrer Subjektivit\u00e4t, ihrem Glauben Ausdruck, Sarah Bouwers interpretiert die Musik anderer. Mit einem gemeinsamen \u201eTochter Zion\u201c von Orchester, Chor und Zuh\u00f6rern schloss dieses eindrucksvolle Jubil\u00e4umskonzert.<\/p>\n<p>Grafschafter Nachrichten &#8211; 24.12.2003<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wei\u00dfe und schwarze Weihnachtsmusik in Uelsen Hunderte Besucher erleben Musikverein und den Tostedt Community Gospel Choir von J\u00f6rg Leune Uelsen \u2013 Seit zehn Jahren gibt es in der reformierten Kirche in Uelsen am Vorabend des vierten Advent das Weihnachtskonzert des Musikvereins. Und diese Tradition wird vom Publikum besonders gut angenommen. 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