{"id":328,"date":"2004-12-24T11:31:30","date_gmt":"2004-12-24T10:31:30","guid":{"rendered":"http:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/?p=328"},"modified":"2016-02-01T11:32:16","modified_gmt":"2016-02-01T10:32:16","slug":"wirkliche-musik-statt-klangteppich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/2004\/12\/24\/wirkliche-musik-statt-klangteppich\/","title":{"rendered":"Wirkliche Musik statt Klangteppich"},"content":{"rendered":"<div id=\"pressetext\">\n<div id=\"NewsPostDetailContent\">\n<h2>Wirkliche Musik statt Klangteppich<\/h2>\n<h4>Konzert Musikverein \u00fcberzeugt<\/h4>\n<p>von J\u00f6rg Leune<\/p>\n<p>Uelsen &#8211; Nur wer sich fr\u00fchzeitig auf den Weg gemacht hatte, fand am Sonnabendabend noch einen Platz in der gro\u00dfen Uelsener Kirche. Das Weihnachtskonzert des Musikvereins Uelsen hat sich l\u00e4ngst zum Publikumsmagneten entwickelt. Das liegt zum einen an der ungebrochen hohen musikalischen Qualit\u00e4t des gro\u00dfen Ensembles. Andererseits setzt Helga Hoogland mit ihrer Programmauswahl einen deutlichen Kontrapunkt zum traditionellen weihnachtlichen Liedgut, das schon seit Wochen als Klangteppich missbraucht wird.<br \/>\nAusschlie\u00dflich englische Titel standen auf dem Programm. Die einzige Ausnahme, H\u00e4ndels &#8222;Denn es ist uns ein Kind geboren&#8220;, ist ebenfalls die \u00dcbersetzung eines englischen Originals. Das sinfonische Blasorchester hat eben seine Wurzeln im englischsprachigen Raum und daher stammen auch die Kompositionen. Die 69 \u00fcberwiegend jugendlichen Mitglieder des Musikvereins zeigten sich perfekt vorbereitet. Alle Stimmgruppen waren deutlich zu vernehmen. Ein Lob geb\u00fchrt den Perkussionisten, die mit ihren pr\u00e4zisen Schl\u00e4ngen die Bl\u00e4ser wirkungsvoll f\u00fchren halfen. Gut gelangen dem Ensemble die unterschiedlichen Klangfarben. Die H\u00e4ndel-Bearbeitung zeigte barocke Fugato-Kunst, bei &#8222;O happy Day&#8220; (mit Christian Heinzes fulminantem Saxofon-Solo) meinte man eine Bigband der 30er Jahre zu h\u00f6ren. Die vielf\u00e4ltigen Orchester-Bearbeitungen wechselten mit Gesangsbeitr\u00e4gen von Sarah Bouwers und Andrea Holthuis ab. Beide sind inzwischen routiniert genug, vor einem gro\u00dfen Publikum zu bestehen, verf\u00fcgen \u00fcber ein nat\u00fcrliches Timbre und besitzen gen\u00fcgend Technik, um ihre Lieder lebendig und gelegentlich dramatisch zu gestalten. Sarah Bouwers wusste sich erneut gegen das gro\u00dfe Orchester durchzusetzen.<br \/>\nDas Konzert verlief insgesamt auf hohem musikalischem Niveau. Dennoch sind einige St\u00fccke in besonders eindr\u00fccklicher Erinnerung geblieben. Dazu geh\u00f6rte James Hosays Komposition \u00fcber die Weihnachtsgeschichte. Waltraud Huizing trug den Text plastisch und in pr\u00e4ziser Abstimmung mit dem Orchester vor. Die Komposition zeichnet die Stationen der Erz\u00e4hlung, so die Hirtenmusik und die Erscheinung der himmlischen Heerscharen. Ergreifend wirkte die Interpretation von John Williams&#8216; &#8222;Hymn to the Fallen&#8220; zum Gedenken an den im Sommer t\u00f6dlich verungl\u00fcckten Posaunisten Thorsten Joostbehrends, der in diesem Monat seinen 21. Geburtstag gefeiert h\u00e4tte.<br \/>\nUnd wie bei jedem Weihnachtskonzert gab es eine Weihnachtsgeschichte. Waltraud Huizing las den ironischen Text &#8220; Der gro\u00dfe Auszug&#8220;. Als Reaktion auf ausl\u00e4nderfeindliche Aktionen verlassen alle nicht-deutschen Produkte unser Land und lassen uns ganz mittellos zur\u00fcck. Am Schluss mahnen uns drei Juden zur Umkehr, Maria Joseph und das Jesuskind.<br \/>\nDas Publikum zeigte sich rundum begeistert. Eine solche gut gelungene Begegnung mit Weihnachtsmusik l\u00e4sst alle s\u00fc\u00dfliche Hintergrundbeschallung vergessen.<\/p>\n<p>Grafschafter Nachrichten 24.12.2004<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirkliche Musik statt Klangteppich Konzert Musikverein \u00fcberzeugt von J\u00f6rg Leune Uelsen &#8211; Nur wer sich fr\u00fchzeitig auf den Weg gemacht hatte, fand am Sonnabendabend noch einen Platz in der gro\u00dfen Uelsener Kirche. Das Weihnachtskonzert des Musikvereins Uelsen hat sich l\u00e4ngst zum Publikumsmagneten entwickelt. 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