{"id":268,"date":"2012-12-27T10:23:02","date_gmt":"2012-12-27T09:23:02","guid":{"rendered":"http:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/?p=268"},"modified":"2016-02-01T10:23:47","modified_gmt":"2016-02-01T09:23:47","slug":"begeisternde-spielfreude","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/2012\/12\/27\/begeisternde-spielfreude\/","title":{"rendered":"Begeisternde Spielfreude"},"content":{"rendered":"<div id=\"pressetext\">\n<div id=\"NewsPostDetailContent\">\n<h2>Begeisternde Spielfreude<\/h2>\n<h4>20. Weihnachtskonzert des Musikvereins Uelsen in Emlichheim<\/h4>\n<p>Vor mit nahezu 1000 Zuschauern ausverkauftem Haus pr\u00e4sentierte der Musikverein Uelsen am vergangenen Sonnabend sein 20. Weihnachtskonzert. Bereits zum vierten Mal musste man in die altreformierte Kirche in Emlichheim ausweichen, was aber nicht nur im Hinblick auf die zur Verf\u00fcgung stehende Gr\u00f6\u00dfe, sondern auch in Bezug auf Akustik und Atmosph\u00e4re als \u00e4u\u00dferst gl\u00fcckliche L\u00f6sung anzusehen ist.<\/p>\n<p><b>Von Marcus Pfeifer &#8211; Emlichheim.<\/b> Mit ihrer gleichwohl \u00e4u\u00dferst modernen wie auch erhaben sakralen Architektur passte die Aura des von den Gastgebern zur Verf\u00fcgung gestellten Geb\u00e4udes in idealer Weise zum Stil des Konzerts. Denn alle der gut 20 musikalischen Beitr\u00e4ge, seien es die fulminanten Darbietungen des gesamten Orchester-Ensembles, die mit ihrer schillernden Vielfalt an Kl\u00e4ngen der verschiedensten Holz- und Blechblasinstrumente sowie der Schlagzeuger begeisterten, seien es bed\u00e4chtigere Interpretationen von Jahrhunderte alten traditionellen Weihnachtsliedern wie \u201eVom Himmel hoch, da komm\u2019 ich her\u201c, glanzvoll interpretiert durch den diesj\u00e4hrigen, dem regionalen Publikum hinreichend bekannten Gaststar, den Tenor Hendrik Veldink \u2013 immer boten die neuen Arrangements eine frische, moderne Sicht auf die Kompositionen. Oft war das, was man zu h\u00f6ren bekam, auf angenehme Weise jazzig angehaucht, mitunter wurde den klassischen Kompositionen auch eine geballte Ladung lateinamerikanischer Rhythmik beigemischt, wie etwa bei der ebenso eigenwilligen wie gelungenen Interpretation von \u201eIch steh\u2019 an deiner Krippen hier\u201c durch Gabor Klink-Spekker.<br \/>\nNat\u00fcrlich ist der eher moderne Klangcharakter der Tatsache geschuldet, dass da eine Bigband mit Dutzenden Bl\u00e4sern antrat und keine Geigen- oder Orgelspieler. Und so hatte schon der bravour\u00f6s gelungene Auftakt mit \u201eMusic without Borders\u201c stimmungsm\u00e4\u00dfig eher etwas von der Atmosph\u00e4re der Londoner \u201eLast Night of the Proms\u201c. Vielleicht die musikalisch brillanteste Darbietung des Abends war die Pr\u00e4sentation von Tinkerbell aus dem Musical Peter Pan. Dabei wurden die verschiedensten Kl\u00e4nge aller Instrumente zu einer fantastischen und zauberhaft kaprizi\u00f6sen melodischen Klangkulisse geformt, die klassischen amerikanischen Musicalverfilmungen alle Mal das Wasser reichen konnte.<br \/>\nDass man nicht nur auf hohem Niveau musikalisch unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen wollte, zeigte sich bei der Darbietung eines Potpourris aus dem \u201eK\u00f6nig der L\u00f6wen\u201c von Elton John. Dirigentin Helga Hoogland nutzte hier die Gelegenheit, auf die fabel\u00e4hnliche Handlung nicht ohne ernsten Hintergrund hinzuweisen, denn das Musical handelt von einem L\u00f6wenk\u00f6nigssohn, dessen Vater von Verwandten ermordet wurde und der, lange Zeit verbannt, nur langsam den Weg zur\u00fcckfindet in die L\u00f6wengesellschaft und seine ihm dort zugewiesene Rolle.<br \/>\nSt\u00e4rker auf das Thema der Weihnacht fokussiert waren die Lieder, die sich Hendrik Veldink ausgesucht hatte. Auch er gab interessante musikgeschichtliche Hintergrundinformationen etwa zu dem allseits bekannten \u201eEs ist ein Ros entsprungen\u201c, das einst von den Nazis entstellt und verhunzt wurde, uns aber nun l\u00e4ngst schon wieder ganz in seiner urspr\u00fcnglichen Reinheit zur Verf\u00fcgung steht. Veldink hatte auch zum Nachdenken anregende moderne geistliche Lieder \u00fcberwiegend angels\u00e4chsischer Provenienz im Gep\u00e4ck, die an das Leiden Jesu erinnern sollen, wie das mit eindringlichem Pathos vorgetragene \u201eAbove All\u201c des Amerikaners Michael W. Smith.<br \/>\nZweimal durfte das Publikum dann auch selbst mit in den Gesang einstimmen, und zwar bei \u201eTochter Zion\u201c und \u201eO du Fr\u00f6hliche\u201c, was unter der riesenhaften zeltartigen Holzkuppel der Kirche seinen Effekt nicht verfehlte.<br \/>\nZum Abschluss ehrte man die langj\u00e4hrige Dirigentin Helga Hoogland, indem man ihr f\u00fcr jedes der von ihr geleiteten Weihnachtskonzerte eine Rose \u00fcberreichte. Wie schwierig es sein muss, ein ganz \u00fcberwiegend aus Laien zusammengesetztes 70-k\u00f6pfiges Ensemble zu leiten, das sich aus den verschiedensten Alters- und Berufsgruppen und aus Mitgliedern aus mehreren Niedergrafschafter Gemeinden zusammensetzt, das wurde anhand einiger liebevoll erkl\u00e4render Hinweise sinnf\u00e4llig deutlich. Angesichts des sich wohl fortsetzenden unerm\u00fcdlichen Engagements von Helga Hoogland ist zu hoffen, dass dies auch weiterhin auf dem gleichen beeindruckenden Niveau geschieht.<\/p>\n<p>Grafschafter Nachrichten &#8211; 27.12.2012<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Begeisternde Spielfreude 20. Weihnachtskonzert des Musikvereins Uelsen in Emlichheim Vor mit nahezu 1000 Zuschauern ausverkauftem Haus pr\u00e4sentierte der Musikverein Uelsen am vergangenen Sonnabend sein 20. Weihnachtskonzert. 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