{"id":1603,"date":"2024-12-22T14:25:49","date_gmt":"2024-12-22T13:25:49","guid":{"rendered":"https:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/?p=1603"},"modified":"2025-01-06T14:27:27","modified_gmt":"2025-01-06T13:27:27","slug":"kein-konzert-wie-jedes-andere-viel-applaus-fuer-uelser-musikverein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/2024\/12\/22\/kein-konzert-wie-jedes-andere-viel-applaus-fuer-uelser-musikverein\/","title":{"rendered":"Kein Konzert wie jedes andere: Viel Applaus f\u00fcr Uelser Musikverein"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"img-responsive\" title=\"Kein Konzert wie jedes andere: Viel Applaus f\u00fcr Uelser Musikverein \" src=\"https:\/\/www.gn-online.de\/bilder\/harmonierten-perfekt-mit-dem-orchester-tobias-klomp-und-1058156.jpg\" alt=\"Harmonierten perfekt mit dem Orchester: Tobias Klomp und Joana K\u00f6ster. Foto: J\u00fcrgen L\u00fcken\" \/><\/p>\n<p>Harmonierten perfekt mit dem Orchester: Tobias Klomp und Joana K\u00f6ster. Foto: J\u00fcrgen L\u00fcken<\/p>\n<p>Von Gerhard Herrenbr\u00fcck<\/p>\n<p>Immer am Vorabend des 4. Advent kennen die Niedergrafschafter Freunde guter Musik nur ein Ziel: Das Weihnachtskonzert des Uelser Musikvereins in der altreformierten Kirche in Emlichheim. Der Reiz dieses Konzerts besteht \u00fcber die Jahre hinweg darin, dass Helga Hoogland, seit 30 Jahren die k\u00fcnstlerische Leiterin und Dirigentin, mit ihrer Programmgestaltung und ihrem Dirigat stets daf\u00fcr sorgt, dass jedwede musikalische Monotonie des Programms vermieden wird. So auch am Samstagabend.<\/p>\n<p>Erneut herrschte Freude \u00fcber den Programmaufbau mit seinem wohldosierten Mix der Stile und Genres der Musik, die sich im Laufe des Konzerts immer wieder neu und immer wieder anders miteinander verbanden. Klassische Weihnachtslieder standen neben jahreszeitlichen Bez\u00fcgen auf die winterliche Pop-Kultur, etwa mit der Eisk\u00f6nigin aus \u201eFrozen\u201c.<\/p>\n<p>Und \u00fcberhaupt war am Samstagabend nicht nur Musik zu h\u00f6ren, sondern auch eine besinnliche Vorlese-Geschichte, die wie immer Friedel Br\u00f6ker gekonnt vortrug und in der es um das Schicksal einer Schneeflocke ging, die einzeln dem Untergang geweiht ist, die aber in millionenfach geballter Form zur Lawine werden kann mit naheliegenden Folgen. Ein Mini-Symbol f\u00fcr den Zustand unserer unfriedlichen Welt. Im Mittelpunkt stand aber (bei aller unbestreitbaren Vielfalt der fast 20 Nummern des Programms) in einsamer Klasse das gro\u00dfartige Musizieren des Orchesters des Musikvereins. Das 60-k\u00f6pfige sinfonische Blasorchester, das im 30. Jahr seines Bestehens nicht nur an Alter, sondern auch an Reife gewonnen hat, zog an diesem Abend alle Register seines K\u00f6nnens in der dynamischen Gestaltung. Damit ist gemeint der gelungene Wechsel der Tempi, das Variieren der Steigerungen und von laut und leise (auch f\u00fcr die Blechbl\u00e4ser gibt es Pianissimo-Takte!), der Einsatz von swingender Geschmeidigkeit und andererseits von takt- und z\u00e4hlgenauer Disziplin. Und so konnte sich dieser gro\u00dfe Klangk\u00f6rper in ganz unterschiedlichen musikalischen Welten mit ganz unterschiedlichen Klangfarben bewegen. Dazu trug auch die gleichm\u00e4\u00dfige instrumentale Besetzung bei, wie sie f\u00fcr ein sinfonisches Blasorchester vorgesehen ist. Blasinstrumente eben. Keine Geigen! Lediglich die Gruppe der Waldh\u00f6rner war ein wenig unterbesetzt. Gleich die Auftaktnummer des Programms, die kompositorisch effektvollen \u201eMorning Star Variations\u201c des belgischen Komponisten Bert Appermonts mit dem Cantus firmus \u201eWie sch\u00f6n leuchtet der Morgenstern\u201c er\u00f6ffnete mit diesem Bezug auf die Botschaft der Menschwerdung Gottes f\u00fcr das ganze Konzert den Sinnhorizont des Weihnachtsfestes und damit auch des Weihnachtskonzerts.<\/p>\n<p>Zu den Glanzlichtern des Abends geh\u00f6rten wie schon im letzten Jahr die beiden Gesangssolisten: Joana K\u00f6ster, Sopran, und Tobias Klomp, Tenor. K\u00f6ster sang zu Beginn den amerikanischen Klassiker \u201eI\u2018ll be home for Christmas\u201c. Und wenn man diesen Song mit Frank Sinatra und erst recht Bing Crosby noch aus den f\u00fcnfziger und sechziger Jahren im Ohr hat, dann war im Kontrast dazu Joana K\u00f6ster in ihrem musikalischen Stil und ihrer Interpretation des Songs der Abstand von einigen Jahrzehnten wohltuend anzumerken. \u00c4hnlich verhielt es sich mit \u201eO holy Night\u201c von Adolphe Adam, ebenfalls ein amerikanischer Weihnachtsevergreen. Tobias Klomp sang dieses eigentlich bewegende Lied schn\u00f6rkellos und ohne Pathos und gab ihm dadurch seine Wirkung zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Wirkungsvoll auch die Darbietung der beiden Solisten von Udo J\u00fcrgens\u2018 Lied \u201eIch glaube\u201c. Das Duo unternahm gar nicht erst den Versuch, den Song in der typischen Manier von Udo J\u00fcrgens vorzutragen. Sondern sie \u00fcberzeugten durch das Vertrauen auf ihren eigenen Gesangsstil und gewannen sich dadurch den Beifall des Publikums. Pia Brill, die die Conference innehatte und das Publikum sprachgewandt durch das Programm f\u00fchrte, traf den Nagel auf den Kopf, als sie Joana K\u00f6ster und Tobias Klomp als \u201eBereicherung\u201c bezeichnete. Zweifellos d\u00fcrfte in der Arbeit des Musikvereins mit dem Auftritt des Duos am Samstagabend eine neue \u00c4ra begonnen haben. Man wird auf seine Mitwirkung in Zukunft nicht mehr verzichten wollen und k\u00f6nnen. Dazu d\u00fcrfte auch beitragen, dass die beiden nicht nur gro\u00dfartige S\u00e4nger sind, sondern auch mit ihrer B\u00fchnenpr\u00e4senz \u00fcberzeugen. Damit ist mehr gemeint als nur das Musikalische. Sie harmonieren gut miteinander und k\u00f6nnen ihre musikalische Rolle als Solisten und erst recht als Duo auch gegen\u00fcber dem gro\u00dfen Orchester m\u00fchelos behaupten und gehen nicht unter. Des R\u00fchmens ist kein Ende bei diesem gro\u00dfartigen Konzert. Dazu geh\u00f6rt auch der Programmpunkt \u201eDona nobis pacem\u201c, der weltweit gesungene Friedenskanon. Pia Brill nahm ihn zum Anlass, in einigen wenigen S\u00e4tzen unter dem Stichwort \u201eMagdeburg\u201c f\u00fcr ein Innehalten des gro\u00dfen Publikums zu sorgen. Da war kein Wort zu viel und keins zu wenig.<\/p>\n<p>Dem traditionellen Schluss mit dem gemeinsamen Singen der Weihnachtshymne \u201eO du fr\u00f6hliche!\u201c von Publikum und Musikern ging der musikalisch anspruchsvolle Auftritt von Tobias Klomp zusammen mit dem Orchester in der Darbietung des Spirituals \u201eGo Tell it!\u201c voraus. Sie lie\u00df noch einmal die Botschaft von der Geburt des Gottessohns h\u00f6ren, die schon mit \u201eWie sch\u00f6n leuchtet der Morgenstern\u201c zu Beginn verk\u00fcndet wurde. Hier schloss sich der Kreis. Dieses wohlbekannte Spirituell, das hier vier bekannte Weihnachtsmelodien (am Schluss mit dem popul\u00e4ren \u201eGloria in Excelsis Deo\u201c) in einem hoch-rhythmischen Off-Beat-Arrangement verband, verlangte dem Orchester und dem Solisten Tobias Klomp in seinen rhythmischen Verschiebungen, seinem Swing und seinen Wechseln der Tonart einiges ab. Entsprechend der Schluss-Applaus: Stehend und jubelnd. Minutenlang.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gn-online.de\/emlichheim\/kein-konzert-wie-jedes-andere-viel-applaus-fuer-uelser-musikverein-560727.html\">Grafschafter Nachrichten &#8211; 22.12.2024<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Harmonierten perfekt mit dem Orchester: Tobias Klomp und Joana K\u00f6ster. Foto: J\u00fcrgen L\u00fcken Von Gerhard Herrenbr\u00fcck Immer am Vorabend des 4. Advent kennen die Niedergrafschafter Freunde guter Musik nur ein Ziel: Das Weihnachtskonzert des Uelser Musikvereins in der altreformierten Kirche in Emlichheim. Der Reiz dieses Konzerts besteht \u00fcber die Jahre hinweg darin, dass Helga Hoogland,<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/2024\/12\/22\/kein-konzert-wie-jedes-andere-viel-applaus-fuer-uelser-musikverein\/\" class=\"more-link themebutton\">Read More<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[76],"tags":[],"class_list":["post-1603","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-presse2024"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1603","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1603"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1603\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1604,"href":"https:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1603\/revisions\/1604"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1603"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1603"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/musikverein-uelsen.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1603"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}